Warenkunde

... ein kleiner Wegweiser durch den Dschungel der duftenden Essenzen: 


Naturbelassene / 100 % Naturreine Ätherische Öle 

Naturbelassene/Naturreine Öle werden ausschließlich aus den angegebenen (Stamm-)Pflanzen gewonnen. Ein hochwertiges ätherisches Öl zu erkennen ist nicht leicht, da die Bezeichnung "ätherisches Öl" nicht geschützt ist und auch für rein synthetische Produkte verwendet wird. Als Leitfaden für naturbelassene/naturreine Öle können die Angaben auf dem Etikett dienen:

  • Die Anbauweise der Pflanze: Konventioneller Anbau, kontrolliert-biologischer Anbau (kbA), kontrollierter oder biologischer Anbau, naturbelassener Anbau oder Wildsammlung (WS).
  • Der deutsche und botanische Name der Pflanze, um Verwechselungen mit anderen Pflanzen zu vermeiden oder Verschnitt zu erkennen.
  • Das Herkunftsland, in welchem Teil der Welt die Pflanze angebaut wurde
  • Der Pflanzenteil, der verwendet wurde (Wurzel, Blüte, Frucht, Blätter, Kraut oder Holz)
  • Gewinnungsverfahren des ätherischen Öles: Wasserdampfdestillation (WDD), Extraktion, Auspressen der Schalen, Enfleurage etc. Bei Extraktion: Angabe des Lösungsmittels und ob das Produkt rückstandskontrolliert ist
  • Chargenbezeichnung
  • Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Anschrift und Telefonnummer des Lieferanten.

Naturbelassener Anbau 

zielt darauf ab, Pflanzen so wenig wie möglich mit menschlichen Eingriffen zu gestalten. Dabei soll die natürliche Bodenfruchtbarkeit und das ökologische Gleichgewicht genutzt und erhalten werden.

  • Boden und Nährstoffe: Anstelle chemisch-synthetischer Dünger wird oft auf natürliche Bodenaufbauhelfer gesetzt:

    • Kompost, Gründünger, Mulch und organische Stoffe verbessern Bodenstruktur, Wasserspeicherfähigkeit und Mikroorganismenvielfalt.
    • Fruchtfolge und Mischkulturen helfen, Nährstoffe im Boden zu halten und Schädlinge zu minimieren.


  • Pflanzenschutz: Beim naturbelassenen Anbau werden natürliche Mechanismen gestärkt:

    • Förderung nützlicher Insekten durch Blütenpflanzen, Hecken und Lebensräume.
    • Einsatz von mechanischen Hilfen (Zäune, Netze), Schädlinge werden abgewehrt, gelagert oder manuell entfernt.
    • gegebenenfalls natürliche oder homöopathische Ansätze, die in der Praxis variieren und kritisch diskutiert werden.


  • Aussaat und Sortenwahl:

Oft werden samenfeste, regional angepasste Sorten verwendet, die robust gegen Umweltstress sind und sich gut in lokalen Ökosystemen integrieren.


  • Ziele und Vorteile:

    • Verbesserung der Bodenqualität und Artenvielfalt.
    • Reduktion chemischer Rückstände in Produkten.
    • Förderung nachhaltiger Kreisläufe und oft kleinere, resiliente Systeme.


  • Herausforderungen:

    • Höherer Arbeitsaufwand und oft geringere Erträge pro Hektar im Vergleich zu chemisch intensiver Bewirtschaftung.
    • Erfüllen von Anforderungen innerhalb bestimmter Standards oder Zertifizierungen kann komplex sein.
    • Risiken durch Unwetter oder Schädlingsdruck können stärker spürbar sein.


  • Beispiele für Praktiken:

    • Begrünung der Zwischenkulturen, Kompostmanagement, Fruchtwechsel.
    • Mulchen mit Gras- oder Strohmaterial, um Unkraut zu reduzieren und Bodenfeuchtigkeit zu bewahren.
    • Integration von Nützlingen durch Blumenstreifen, Kopfbänder oder Hecken.
    • Verwendung von biologischer, mikrobieller oder pflanzlicher Präparate auf Naturbasis, sofern vorhanden und anerkannt.


  • Abgrenzung zu konventionellem Anbau:

    • Naturbelassener Anbau vermeidet synthetische Düngemittel, chemische Pflanzenschutzmittel und genetisch modifizierte Organismen (GVO).
    • Ziel ist oft eine geringere Umweltbelastung, auch wenn die Methoden je nach Region und Zertifizierung variieren können.


Natürliche Ätherische Öle (rein, 100 % pflanzlich oder 100 % Ätherisches Öl)

Natürliche Öle bestehen aus mehreren unterschiedlichen naturreinen Komponenten, werden aber nicht zu 100 % aus der einzelnen namensgebenden Stammpflanze gewonnen. Ein Lavendelöl kann mit einem billigeren, anderen naturreinen Öl vermischt werden und wird als natürliches oder gar "reines" Öl bezeichnet. Oftmals werden diese Öle mit einer „immer gleichbleibenden Qualität“ oder mit einem Hinweis auf ein Arzneimittelbuch (DAB, EB etc.) angeboten, da sie für die Verarbeitung in der Kosmetik- bzw. pharmazeutischen Industrie bestimmte, gleichbleibende Komponenten aufweisen müssen, obwohl die Natur dies im Klima-Auf-und-Ab nicht leisten kann. 

Natürliche Öle dürfen keine synthetischen Zusätze enthalten. Eine Mischung eines naturreinen Öles mit synthetischen Zusätzen bezeichnet man als natürlich/naturidentisch bzw. N/NI. Für aromatherapeutische Zwecke sind solche „ätherischen“ Öle nicht geeignet, da gerade die synthetischen Anteile Allergien auslösen und die gewünschte Wirkungsweise nicht erbringen können.


Naturidentische Öle (Duftöle)

Ihre Bestandteile werden künstlich kreiert und miteinander vermischt, sie entsprechen in ihrer chemischen Zusammensetzung den natürlichen Vorbildern, sodass sie wie natürliche Öle duften. Allerdings haben sie (nach Meinung von Aromatherapeuten) keine Wirkung oder erweisen sich sogar als kontraproduktiv auf Körper, Geist und Seele. So besteht ein naturidentisches Rosmarinöl aus ca. elf künstlichen Bestandteilen, während das naturbelassene ätherische Öl aus etwa 150 naturgegebenen Inhaltsstoffen besteht.

 

Künstliche Öle (Parfümöle)

Sie besitzen kein natürliches Gegenstück und werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften "designed" wie (Kokos, Apfel, Mango, Freesie, Kirschblüte etc.). Gesundheitlich sind viele nicht unumstritten, vor allem, da sie sich im Fettgewebe des Organismus anreichern und hormonähnliche Wirkungen besitzen können.

 

Anmerkung

Leider wissen manche Anbieter oft nicht, welche Art der o. g. Arten Öl sie anbieten, da keine gesetzlichen Definitionen existieren. Unsere Importeure garantieren 100 % naturreine Qualität, welche durch die entsprechenden uns vorliegenden Analysen belegt ist. Ein 100 % "reines" Öl ist verdächtig, da es diese Qualität auf unserem Planeten durch weitreichende Umwelteinflüsse nicht mehr geben kann. 

 

Unsere Naturprodukte enthalten keine

- gentechnisch veränderten Organismen
- Rohstoffe aus Japan